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Strom fürs Leben
Die Verhütung des plötzlichen Herztodes

 


In der Schweiz sind jährlich 30‘000 Menschen von einem akuten Herzanfall betroffen, davon erleiden rund 8‘000 Personen einen Herzstillstand. Nur einer von zwanzig Betroffenen überlebt einen Herzstillstand. In 80 bis 85 Prozent der Fälle führt eine Herzrhythmusstörung, das so genannte Kammerflimmern, zum plötzlichen Herztod. Die einzige Möglichkeit, um das Kammerflimmern zu beenden, ist die sofortige Abgabe eines Stromstosses (Defibrillation). Da die meisten Herznotfälle ausserhalb des Spitals stattfinden, ist der Ersthelfer oft Lebensretter. Der Faktor Zeit, sowie die Verfügbarkeit eines Defibrillators, entscheiden dann über Leben und Tod.

Abb. 1: Defibrillator und Aufbewahrungsbox in der Telefonkabine.
 


Defibrillatoren in Telefonkabinen an der Zürcher Bahnhofstrasse

Vor diesem Hintergrund hat Prof. Dr. med. Firat Duru, Leitender Arzt und Leiter der Rhythmologie der Klinik für Kardiologie des UniversitätsSpitals Zürich, zusammen mit den Projektpartnern Allgemeine Plakatgesellschaft (APG), Swisscom, Schutz & Rettung der Stadt Zürich und dem Projektsponsor Biotronik sowie der Unterstützung von HELP Zürich das Projekt «Strom fürs Leben – Laiendefibrillatoren in Telefonkabinen in der Zürcher Bahnhofstrasse» lanciert. Das Projekt wurde an einer Pressekonferenz in Anwesenheit der Spitaldirektorin Frau Rita Ziegler, lic. oec. HSG, sowie des Zürcher Regierungsrats Dr. iur. Thomas Heiniger der Öffentlichkeit vorgestellt.


Projektbeschrieb

In 13 Telefonkabinen an der Zürcher Bahnhofstrasse und am Limmatquai (Abb. 2) sind so genannte automatische externe Defibrillatoren (AED) installiert. Wird ein Defibrillator aus dem Koffer genommen wird ein Notruf ausgelöst und es erfolgt innert 30 Sekunden eine Sprechverbindung zur Sanität.
Die Defibrillatoren führen den Anwender via Sprache und Display durch den Prozess. Eine Fehlanwendung ist ausgeschlossen, denn die Defibrillatlion wird nur durchgeführt, wenn effektiv ein Kammerflimmern vorliegt.
In der Anwendungsbeobachtung über eine Jahr sollen die Einsatzhäufigkeit und das davon ausgehende Kosten-Nutzenverhältnis evaluiert werden.
Prof. Duru, Projekteiter.
Regierungsrat Th. Heiniger an der Pressekonferenz.

Abb. 2: Standorte der Telefonkabinen mit Defibrillatoren an der Zürcher Bahnhofstrasse

Projektziel

Die Öffentlichkeit für die Thematik „plötzlicher Herztod“ und für die Bedeutung von Herz-Lungen-Wiederbelebungsmassnahmen bzw. der Frühdefibrillation durch Laien als wichtige Teile der Rettungskette sensibilisieren.

Die am meisten frequentierte Einkaufsstrasse der Schweiz „herzsicher“ machen und andere Städte motivieren, gleiches zu tun.

 

Kontakt:


Prof. F. Duru, Projektinitiator
B. Steininger, Projektleiterin USZ

Tel: 044 255 97 71
Email: stromfuersleben@usz.ch


  
 
 
 
UniversitätsSpital Zürich

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